Category: Das wollte ich schon immer mal sagen

Bilbao – Tag 2 – Kultur

Neuer Tag, neues Glueck. Wenn man in Bilbao ist, muss man natuerlich das Guggenheim Bilbao gesehen haben. Da fuehrt einfach kein Weg dran vorbei. Also mal wieder die Laufschuhe angezogen (was wir dieses Wochenende rumgelaufen sind, puuuh) und uns auf den Weg gemacht. Kurz vorm Museum kam gleich der erste Schock, der beruehmte Hund wurde gerade neu bepflanzt und war komplett eingeruestet. Schade, das geheime Wahrzeichen Bilbaos (eigentliche sollte der Hund nach der Eroeffnung wieder entfernt werden, aber die Buerger wollten ihn unbedingt behalten) war also verhuellt.

Dafuer konnten wir die volle Pracht des Gebaeudes bei leichtem Sonnenschein geniessen. Eine architektonische Meisterleitung von Frank O. Gehry, die angeblich an Fische erinnern soll. Nachdem wir uns draussen ausgiebig umgeschaut haben, sind wir dann ins Gebaeude abgetaucht. Zwoelf Euro Fuenfzig ist ein stolzer Preis fuer ein Museum. Fotografieren (auch ohne Blitz) war natuerlich im gesamten Gebaeude verboten (die Leute, die dabei erwischt wurden, mussten ihre Kamera in Beuteln versiegeln lassen) und der Audio Guide (ein riesiges Umhaengetelefon im Loewe Stil) war ein wenig langatmig, aber er hat mich mit seinen britischen und teilweise witzigen Formulierungen ein wenig an den Anhalter erinnert.

Das Museum ist wirklich beeindruckend. Drei Stockwerke aus Marmor und Glas. Der Audio Guide hat erstmal mein Ego gefoerdert und erklaert, dass das Gebaeude nur mit Hilfe der Helden der IT gebaut werden konnte, da alle Flaechen computergefraest wurden und man “frueher” so ein Bauwerk gar nicht haette bauen koennen :)

Auf den 3 Stockwerken verteilen sich eine permanent collection und verschiedene Wanderausstellungen. Wir hatten leider Pech, denn das Thema der groessten Ausstellung war iRusia! und die Bilder waren leider sehr anstrengend/oede. Die zweite Wanderaustellung Homage to Chillida war in Ordnung und Pina hat prompt ein neues Lieblingsbild gefunden, dass man natuerlich nicht im Shop kaufen kann. In der permanent collection gab es ein paar grossartige Lichtensteins, eine riesige LED-Saeulen-Installation, betende Hydraulikmonster und natuerlich die Schnecken von The Matter of Time (Meine Interpretation: “Der Weg ist das Ziel”) zu sehen.

Das Guggenheim ist schon was besonderes und absolut empfehlenswert, aber falls ihr mal hinfahren wollt, stimmt eure Reise mit dem Veranstaltungskalender ab. Wenn euch eine Wanderausstellung nicht interessiert, dann faellt ne Menge Ausstellungsflaeche weg und das Museum wird dann doch recht klein.

Nach unserem Kulturausflug ging es wieder zurueck in die verwinkelte Altstadt und irgendwann in der Nacht sind wir totmuede ins Bett gefallen.

To be continued…

Bilbao – Tag 1 – Musik

Los ging es mit der S-Bahn in Muenchen zum Flughafen MUC, denn den Transrapid zum “Einsteigen in den Bahnhof” (LOL) gibts ja nicht. Weiter zu unserem Gate und dort wurde erstmal gewartet. Der Flieger hatte Verspaetung (war ja klar) und hat damit unsere Plaene maechtig in Gefahr gebracht. Wenn wir den Anschlussflug in Palma de Mallorca (PMI) verpassen wuerden, waere nix aus dem Bilborock geworden. Beim Warten gabs eine geniale Durchsage: “Sehr geehrte Fluggaeste, wenn sie aus dem Fenster sehen, werden sie sehen, dass noch kein Flugzeug bereit steht. Es wird noch dauern…”.

Mit dem Flieger hat es dann nach 20 Minuten doch noch geklappt und los ging der 2 Stunden Flug nach Palma. Air Berlin ist wirklich gut, es gab ein vollwertiges Essen (warum auch immer man so was bei nem 2 Stunden Flug braucht) und jede dritte Sitzreihe war ein TFT mit Unterhaltungsprogramm angebracht. Im Boardradio lief unter anderem ein nuetzlicher Spanischkurs.

Verspaetet sind wir dann in Palma gelandet und nachdem wir die Treppe aufs Rollfeld runtergelaufen sind, habe ich mir ernsthaft gewuenscht, dass wir den Anschlussflug verpassen und uns einfach bei diesem traumhaften Wetter an den Strand legen koennen. Direkt neben uns Stand schon die Maschine fuer unsere Weiterreise bereit, aber wir brauchten ja erstmal eine Boardkarte. Also rein in den Bus und ab zum Terminal (uebrigens der haesslichste Flughafen den ich bisher gesehen haben). Gleich auf den ersten Monitor gestarrt und da blinkte deutlich ein “LAST CALL”. Ohoh, also Beine in die Hand genommen und quer durch den Flughafen gehetzt, rein in den Bus und zurueck zum gleichen Rollfeld. Die Leute im Flieger haben uns wohl schon alle verflucht, weil auf uns gewartet wurde :)

Nach 1 Stunde sind wir dann endlich in Bilbao gelandet und mussten prompt eine dreiviertel Stunde auf unser Gepaeck warten. Egal, unser Gepaeck war dabei, nichts ist schief gegangen und zeitlich war auch alles ok. Grossartig.

Das nicht ganz so traumhafte Wetter (22 Grad, bewoelkt) hat uns ueber den kompletten Urlaub begleitet, war aber halb so wild. Eine angenehme Temperatur. Wir sind dann erstmal zur Konzert Location gefahren, um Sonopack zu begruessen und den Backstage Bereich zu erkunden. Vor dem Konzert wollten wir dann doch erstmal im Hotel einchecken, damit dieser Punkt erledigt ist. Wir haben uns im Zenit Hotel niedergelassen. Ein sehr schoenes Hotel mit edlem dunklem Holzfussboden, grossen Zimmern und geschmackvoller Einrichtung (80.-/Nacht), ist zu empfehlen.

Das Konzert rueckte langsam naeher und wir haben uns auf den Weg zum Bilborock gemacht. Die Location war unglaublich. Die kostenlose Veranstaltung fand in einer Kirche statt und ich rede nicht von Kirchenrock, sondern von Sex-Drugs-and-Rocknroll-Rock. Eine wahnsinns Akkustik! Es spielten 3 sehr gute baskische Bands und zum grossen Finale unsere Sonopacker. Wow, die Lieder vom neuen Album haben richtig reingehauen, aber die Basken sind eher ein ruhiges Volk und haben sich nicht wirklich gehen lassen. Trotzdem ein sehr gutes Konzert.

Das witzigste beim Konzert war der Umstand, dass in der Kirche Rauchverbot herschte. Einige werden sich jetzt vielleicht denken wie toll so was sein mag, dass die Luft durchgehend atembar ist, etc. Aber die daraus entstandenen Konsequenzen waren sehr lustig. In den Umbaupasen zwischen den Bands ist das komplette Publikum rausgegangen, um zu rauchen und erstmal nicht wiedergekommen. Die Bands mussten jeweils vor nahezu leerem Publikum anfangen und wenn die Klaenge dann nach draussen gedrungen sind, hat sich die Menge langsam wieder nach drinnen begeben :)

Nach dem Konzert ging es dann zum Ausklang noch in mehrere der unzaehligen kleinen Bars in der verwinkelten Altstadt. Die kleinste Bar, die ich gesehen habe, war gerade mal 2 Meter breit (inklusive Theke), so dass gerade so 2 Personen sich aneinander vorbeischieben konnten, um zur winzigen Tanzflaechenhoehle zu gelangen. Amerikaner haetten hier keine Chance gehabt ;)

To be continued…

Same procedure…

…as every year.

Der 1. Mai ist vorbei und die Bilder gibts hier: download

Galileo Masters Wettbewerb

Ich war die Woche beim Kick Off Meeting des Galileo Masters Wettbewerbs im HMWVL (durchgefuehrt von hessen-it.de) .

Am Wettbewerb teilnehmen kann jeder aus der EU (auch Privatpersonen). Durch die Teilnahme entstehen keine Kosten. Der europaeische Gesamtsieger erhaelt 6 Monate kostenfreien Zugriff auf das Galileo Forschungszentrum in Oberpfaffenhofen und natuerlich einen Haufen PR.

Wenn du also eine geniale Idee zum Thema Satellitenortung hast, dann mach mit. Wenn deine Idee auch noch die genauere Aufloesung und bessere Abdeckung von Galileo (gegenueber GPS) aufzeigt/ausnutzt, hast du vermutlich schon fast gewonnen :)

Links zum Thema:

Einbuergerungsleitfaden – Hilfe vom HMDI

Ihr koennt euch bestimmt noch an den Einbuergerungsleitfaden des Hessischen Ministeriums des Innern erinnern. Ich hatte mich natuerlich direkt dran gesetzt und musste feststellen, dass ich mir bei ein paar Fragen nicht ganz so sicher war.

Was macht der muendige Buerger ? Er schreibt eine email an das HMDI und bittet um Hilfe :)

Man mag es kaum glauben, aber ich habe eine Antwort erhalten:

Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr,

leider haben Sie Ihren vollstaendigen Namen nicht hinterlassen. Vielen Dank fuer Ihre Mail vom 15. Maerz 2006 und die intensive Auseinandersetzung mit dem Einbuergerungsleitfaden. Bei Frage 68 ist die Gemeinde die richtige Antwort. Die eigenstaendige Existenz der Gemeinden wird durch Artikel 28 des Grundgesetzes garantiert. Bei Frage 84 sind es die Kreidefelsen auf Ruegen – Sie lagen also beide Male richtig. Bei dem Einbuergerungsleitfaden handelt es sich im uebrigen in erster Linie nicht um einen reinen Wissenstest sondern um eine Hilfestellung zur Vorbereitung auf die Einbuergerung. Er soll zur Beschaeftigung mit dem Wertekanon des Grundgesetzes sowie der Geschichte, Politik und Kultur Deutschlands veranlassen.

Mit freundlichen Gruessen

Im Auftrag

Hessisches Ministerium des Innern und fuer Sport
Ministerbuero
Friedrich-Ebert-Allee 12
65185 Wiesbaden

Sehr sauber! Ich haette nicht gedacht, dass ich eine Antwort erhalte. Erst recht nicht eine so ausfuehrliche. Man wird doch immer wieder positiv ueberrascht.

Wer den Test selbst machen will oder mal in die Antworten schauen mag, ist beim Wikipedia Lehrbuch Einbuergerungstest Hessen richtig.

Die Sieben S

Das Äquinoktium (Tagundnachtgleiche) steht unmittelbar bevor. Um Punkt 19:25:35 ist der astronomische Frühlingsanfang und damit wird Nouruz eingelaeutet.

Willkommen im Jahr 1385!

Bilder Rosenmontag

Das beste Thekenteam der Welt hat es mal wieder gemeistert. Ein saustarker Abend, den man kaum noch toppen kann.

Bilder download

WM Tickets an Land ziehen

Es dauert nicht mehr lang bis endlich die Weltmeisterschaft vor der Tuer steht. Ich habe natuerlich nicht versucht mir suendhaft teure Karten gegen Abgabe einer DNA Probe zu sichern. Ich setze jetzt voll auf Fortuna :)

OBI
Es gibt woechentlich Karten zu gewinnen. Es muss nur jeweils eine daemliche Frage beantwortet werden.

Coke
Bei der CokeFridge kann man alle 90 Minuten Karten gewinnen. Allerdings braucht man dafuer die Codes aus Coke Deckeln.

Shell
Bei Shell tanken und pro 10 Liter irgendwelche Aufkleber absahnen, die man auf vorgegebene Karten kleben soll. Bei meinem Spritverbrauch schaff ich bis zur WM nichtmal eine Karte :)

Philips
Per email eine Karte gewinnen oder DVD Rekorder kaufen und hoffentlich goldene DVD drin finden.
Hack: Einfach mal 100 DVD Rekorder bestellen und nach der Gewinn DVD schauen, dann per Fernabsatzgesetz zurueckschicken :)

• Gilette
Gilette hat bei allen Tochterfirmen das gleiche Gewinnspiel, keine Ahnung, ob man da auch mehrfach gewinnen kann. Oral B, Duracell, Braun

Rosenmontag Helau!

Auch dieses Jahr veranstalten wir wieder unseren traditionellen Rosenmontagsball. Wir bieten 2 Floors mit Live und Konservenmusik, reichlich Getraenke, gute Stimmung und ausgeflippte Kostueme.

Kommt vorbei und feiert!

Rosenmontagsball der Freiwilligen Feuerwehr Rembruecken
Rosenmontag 27.02.2006
Beginn: 19:61
WGS84: 50.048807 8.853406

Lokalisierte Euro Muenzen

Was nicht alles an mir vorbeigeht. Zum Beispiel, dass seit dem Jahre 2004 die EU Mitgliedsstaaten jedes Jahr eine Euro Gedenkmuenze (normales Zahlungsmittel) auf den Markt werfen duerfen. Dh die Praegung der nationalen Rueckseite darf vom Mitgliedsland frei gestaltet werden.

Deutschland macht da natuerlich auch mit und hat sich bereits ein grosses Ziel gesetzt. Anstatt eine Jahr-der-Informatik (*g*) oder Weltmeisterschaftsmuenze zu praegen, werden bei uns die Bundeslaender verewigt. Da jedes Jahr nur ein Gedenkmotiv gepraegt werden darf, sind wir also die naechsten 16 Jahre damit beschaeftigt. Zum Start wurde das Luebecker Holstentor aus Schleswig Holstein gepraegt, da die Reihenfolge sich am Vorsitz des Bundesrats orientiert.

Freut euch also auf 2015, denn dann duerfen wir endlich mit dem Hesseneuro (Frankfurter Roemer) einkaufen gehen.

Alles was man dazu Wissen muss auf Wikipedia: Euromuenze

Seit dem 3. Februar verfuegbar und schon ist es im Rodgau aufgetaucht:

2fach ausverkauft

Ein paar Leute hatten bereits zugesagt, aber leider musste ich feststellen, dass die Konzerte der Arctic Monkeys und Kaiser Chiefs in Frankfurt bereits ausverkauft sind. Da haben wir wohl zu lang gezoegert :(

Dumm gelaufen.

Wollen wir es mit viel Glueck bei der evtl vorhandenen Abendkasse versuchen ?

Rock im Park ?

Rock im Park, 02.06. – 04.06, Nürnberg, 113.-

Bands: Placebo, Franz Ferdinand, Korn, Kaiser Chiefs, Deftones, Bela B., Sportfreunde Stiller, Depeche Mode, …

Wer kommt mit ???

The Chalets & Art Brut

Chris, Felix, Frank, Nicole, Ina und ich sind gestern im Mousonturm eingefallen. Da wurden Erinnerungen wach, denn knapp 200m weiter liegt die ehrwuerdige Herderschule, an der ich ein paar Jahre meines Lebens verbringen durfte. Letztes Jahr wurde sie leider nach 94 Dienstjahren endgueltig geschlossen – wirklich traurig.

Aber kommen wir zum Mousonturm zurueck. Leider haben wir von den The Chalets nur noch die letzten beiden Lieder mitbekommen. Trotzdem hat mich die Band begeistert, eine sehr treibende Musik. Die muss ich mir nochmal irgendwo komplett anhoeren. Art Brut hat danach den Saal richtig zum Schwitzen gebracht. Vorne in der Menge war eine sehr gute Stimmung und es wurde kraeftig gerockt (meine Nase hatte eine unschoene Begegnung mit einem unbekannten Hinterkopf, zum Glueck nix passiert :) – der Abend hat sich gelohnt!

Wir sehen uns bei den Kaiserchiefs wieder :)

Logoland

Ich habe zu Nikolaus den Roman Logoland von Max Barry geschenkt bekommen.

Der Roman schildert ein Szenario in dem unsere Welt nur noch von sich bekaempfenden Grosskonzernen/Treuepunktefirmen regiert wird und die eigentliche Regierung gar nichts mehr zu melden hat. Es faengt mit einer skrupellosen Marketingabteilung an, die Menschen toeten laesst, um ein Produkt zu hypen und steigert sich zu einem Kampf um die Weltherrschaft.

Da im Buch Namen von existierenden Grosskonzernen verwendet werden und keine Phantasienamen faellt es einem sehr leicht sich in die Situation hineinzuversetzen. Das Buch ist in knapp 6 Stunden zu schaffen und durchgehend unterhaltsam. Mit hat es gefallen.

Stadtkoch Vanille

Ich war gestern auf einer unserer beruehmt beruechtigten Ekkono Weihnachtsfeiern beim Stadtkoch in Darmstadt.

So wie die letzten Jahre war das Ambiente wunderbar, die Stimmung sehr heiter und das Essen ein echter Traum. Letzteres wurde mir zumindest gesagt, denn dieses mal konnte ich mich mit dem franzoesischen 6 Gang Menue nicht so richtig anfreuden – das Thema des Abends war Fisch.

Es ist zwar nur knapp 12 Stunden her, aber ich bekomme jetzt schon nicht mehr zusammen was es so gab. Ist auch nicht so einfach, denn es gibt natuerlich nicht einfach nur “a”, sondern “a” und “b” auf “c” mit einem Hauch von “d” abgerundet mit “e”. Das kann sich ja kein Mensch merken :)

Unser Menue sah ungefaehr so aus:
Kuerbiscremesuppe mit Safran, irgendwelches Gemuesezeug *g, Thunfisch mit Krabbencreme auf Kohlrabi, Lotte auf Sauerkraut, eine reichhaltige Kaeseplatte, karamelisierte Aepfel mit Mousse und einem Pistazien/Mandel Eisparfait und abschliessend Kaffee mit Pralinen. Zu jeder Runde gab es selbstverstaendlich einen jeweils auf den Gang abgestimmten franzoesischen Wein.

Ich habe aber nicht alles verschmaeht. Die Suppe, die Lotte und der Nachtisch waren sehr sehr lecker. Der Stadtkoch ist einfach was besonderes, probiert ihn aus!

Heisses Pflaster in Goettingen

Ich haette vielleicht den Warnungen in den Zeitungen und den Verkehrsmeldungen glauben sollen und nicht auf gut Glueck Richtung Nordern fahren, wenn in mehreren Bundeslaendern gerade Ferien anfangen. Naja, 250km in etwas ueber 4 Stunden war zwar recht ermuedent, aber noch ertragbar.

Bei Christian in Goettingen angekommen, gab es erstmal eine warm-mup Hausparty in seiner neuen WG. Wow, ich sag nur begehbarer Kleiderschrank! Ein lustiger Haufen Medizinstudenten haben fleissig an ihrer Leberzirrhose gearbeitet. Dank der kleinen Verspaetung habe ich davon aber leider kaum noch was mitbekommen.

Es ging dann direkt zur Wohnheimparty im Kellnerweg. Guenstiger Alkohol, noch guenstigere Verpflegung, zwei verschiedene Floors und sauenges rumgeschiebe. Also alles was man fuer einen guten Abend braucht :)

Nach rund 7 Stunden Schlaf sind wir gegen 13:00 aufgestanden und haben uns ein wenig in der Stadt umgesehen. In Goettingen war ja ein NPD Aufmarsch und eine entsprechende Gegendemo angekuendigt. Wir haben uns auf den Weg gemacht und uns erstmal grob an den Rauchwolken orientiert. Ja, Rauchwolken. Die autonome Szene hat die geplante Marschroute der Rechten mit brennenden Barrikaden verstopft (Muelltonnen, Baumstaemme, Paletten, Kuehlschraenke).

Wir haben uns geschickt platziert und waren ploetzlich mittendrin. Vor uns in einer Seitenstrasse 20 unbesetzte Kastenwagen, auf der Kreuzung 3 Koordinationspolizisten mit Funkgeraeten und die Strasse rauf ist ploetzlich ein grosser Pulk Autonome aufgekreuzt. Die hilflosen Polizisten haben noch schnell nen Funkspruch abgesetzt (“Wir brauchen hier eine Hundertschaft!”) und sich dann mehr oder weniger aus dem Staub gemacht. Richtig mutig waren die Feuerwehrwehrleute, die gerade die Barrikaden geloescht haben und auf die der Pulk zugelaufen ist. Die haben erstmal lautstark nach Polizei gerufen, aber keine Hilfe in Sicht. Anstatt panikartig zu verschwinden, haben die noch schoen ordentlich ihren Ueberflurhydranten abgebaut und ein paar Schlaeuche zusammengerollt. Sehr sauber.

Da der Pulk mittlerweile bedrohlich nahe war, hat die Polizei beschlossen so schnell wie moeglich ihre nur von Fahrern besetzten Kastenwagen zu retten. Die mussten jetzt alle wenden und sind die Strasse runter geheizt. Die Autonomen haben waehrenddessen die Zeit genutzt, um das Pflaster auseinanderzunehmen und die abfahrenden Polizeifahrzeuge mit Steinen beworfen. Dummerweise standen wir hinter den Fahrzeugen also direkt in der Steinflugrichtung. Wir konnten uns aber unbeschadet in Sicherheit bringen :)

Das Ergebnis: 5000 Linke vs 250 Idioten vs 3800 Gruenweisse

PS: Ich hatte keine Digicam dabei (argl!), daher gibts nur n-tv Bilder.

Wiesn ohne Wiesn

Neun tapfere Feuerwehrmaenner und Frauen haben sich an diesem super verregnetem langen Wochenende auf den Weg zum Oktoberfest gemacht. Wir sind allerdings aufgrund von Ueberfuellungsproblemen nie in den Zelten angekommen. Unser alternatives Programm:

Tag 1
Programm: Feuchte Wiesn, Serranos, 4th Night
Highlight: Ich-brauch-nen-Fensterplatz-Sebi
Der Schuldige: Thommy
Schlaf: 4h ab 04:30

Tag 2
Programm: Feuchte Wiesn, Hofbraeuhaus, San Francisco, Serranos, Konzert John Wayne Shot Me, Atomic
Highlight: Die Kanzlerin
Der Schuldige: Ich
Schlaf: 2h ab 06:30

Wahlloses:
Klein Italien, Stiernacken vs Randalierer, kein Mass auf der Wiesn, augelaugter Hofbraeuhaus Horror
Herbert hat meine Brille geklaut und ist die ganze Nacht draufrumgetreten
Kunstpark Einheitsbrei, der mysterioese Keller
Rockabilly, Regierungsprobleme, “Wir sind das Volk!” –> “Schnapps fuer alle!”
Der Wecker von Thommy, interessante Doppelbettbelegungen
“Vier grosse Capi*s bitte”, Palettenschlafen, verschwundene Garderobenmaerkchen

Ich weiss, dieser Telegrammstil ist nicht zu verstehen, aber das soll er auch nicht. Fragt einfach nach, dann habe ich wenigstens noch was zu erzaehlen :)

This is munich!

Mitten in der Nacht hat mich mein Wecker aus den Traeumen gerissen, denn es wurde Zeit sich auf den Weg nach Frankfurt Hahn zu machen. Bei freier Fahrt fuer freie Buerger konnte ich die 120km lange Strecke in einer Stunde und 10 Minuten meistern. Doch direkt am Flughafen gibt es erstmal das grosse Baustellenchaos und einen akuten Mangel an Hinweisschildern bzw fehlerhafte Schilder (Parkplatz voll, obwohl noch Plaetze frei, etc). Nach ein wenig rumgeiere habe ich dann doch noch einen Parkplatz gefunden der allerdings 7.- pro Tag gekostet hat. Gibts da auch kostenlose ?

Egal, also erstmal rein ins Terminal. Ein wirklich kuscheliger Flughafen, alles ein bischen klein und super ruhig (zumindest morgens um 05:00), kein Gedraenge, alles sauber und halbwegs neu. Nach dem check-in ging es weiter zum Security Check. Nach den Terroranschlaegen und der allgemeinen Paranaoia habe ich schon die schlimmsten Befuerchtungen a la “Warum wollen sie so etwas spitzes wie eine Zahnbuerste mit an Bord nehmen?” gehabt. Pustekuchen. Laessig den Rucksack durch den Scanner gejagt, Schuhe und Guertel anbehalten, freundlich behandelt worden, fertig. Nur keine Hektik. Ok, die Frau vor mir hat ernsthaft mit den Beamten diskutiert, warum sie ihr Taschenmesser nicht mit an Bord nehmen darf, aber das wars auch schon.

Nach dem Security Schnick-Schnack gab es erstmal einen sehr leckeren Earl Grey Tee. Sehr entspannendes Fruehstueck. Waehrend ich so da rum sass, meinen Tee schluerfte und die Zeit bis zum Abflug einfach nicht vergehen wollte, kam eine Kundin herein. Die junge Dame hat sich erstmal ein Hefeweizen bestellt und abgepumpt. Richtig, morgens, viertel nach Fuenf.

Nach endlos langer Zeit bin ich richtung ich-hasse-meinen-job-schalter gegangen: Passkontrolle. Die armen Bundesgrenzschutzbeamten in ihrem kleinen Kabuff. Die haben sich die Jobbeschreibung “Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs / polizeiliche Überwachung der Grenzen” sicherlich auch anders vorgestellt. Da sass also ein unausgeschlafener Beamte auf seinem Hocker und sein Blick hat so vieles erzaehlt: Ich sitze hier, muss einen Pass nach dem anderen kontrollieren, alles deutsche Paesse, nix zu tun, habe noch 8 Stunden vor mir und es ist sooo oede. Tja, da muss man wohl durch.

Irgendwann wurden wir dann aufgerufen und wir durften zu Fuss zu unserer Maschine laufen und uns einen Sitzplatz aussuchen. Fensterplatz, ganz klar. Weiter ging es mit der Sicherheitsperformance. Die RyanAir Flugbegleiterinnen haben sich richtig Muehe gegeben. Waere dabei noch ein bischen Musik gelaufen haette es als perfekt synchrone Choreografie fuer ein Musikvideo durchgehen koennen. Hat mir gut gefallen. Die Erklaerung war abermals ein nicht zu verstehendes Genuschel, aber das interessiert eh niemanden. Deutlich schlimmer war die nachfolgende Wiederholung in deutscher Sprache, die kam naemlich von CD. Penetrat langsam und super deutlich gesprochener Text (“…die Schnalle in die Schliesse…”) der von einer bayrischen Frau vorgetragen wurde, die das “R” wunderbar gerollt hat. Auf dem Rueckflug musste ich das nochmal ertragen, puh. Der Flug selbst war unspektakulaer, schoene Beschleunigung beim Start, steiler Steigflug, wolkenfreier Himmel mit toller Aussicht und butterweiche Landung.

Nachdem in dann in London Stansted aus dem Flieger gefallen bin, durften wir direkt einreisen. Die Schalterhalle war zu dieser fruehen Stunde noch nicht besetzt. Keine Passkontrolle, kein Zoll, keine Wartezeit, einfach nix. Sehr sauber. Also ab zum Stansted Express. Der Name hat meine Phantasie befluegelt und mir schwebte ein kleiner Sprinter vor, so eine Art mini ICE. Aber die Britische Eisenbahn hat natuerlich meine Vorurteile bestaetigt, der Stansted Express ist ein alter rostiger Zug mit durchgesessener Polsterung. Sehr oede.

Egal, endlich im Londoner Zentrum angekommen habe ich mich ein bischen in der City umgeschaut. Bin durch die Regent/Bond Street und Oxford/Picadilly Circus gestiefelt, aber da ich bereits 3 mal in London war und ich allein unterwegs war, gab es nix neues zusehen und unterhaltsam war es auch nicht sonderlich. Ungewoehnliches: Es gab in einem McDonalds keine Tablets, in einer Teestube gab es braunen Zucker in Zerreistuetchen und im KFC gab es serienmaessig salzfreie Pommes.

Den ersten kleinen Hunger habe ich in einem Donut Shop besiegt. Frisch, warm und sehr lecker! Nach diesem Zuckerschock ging es direkt ins Picadilly Backpackers. Ich war mit Frank im Berliner Backpackers und hatte daher gewisse Erwartungen. Leider wurden die in London nicht erfuellt. Ja, es war sehr guenstig (16 Pfund/Nacht im 4er Zimmer), aber der Service war nicht so besonders. Kein gemuetliches Cafe, strikte Oeffungszeiten im Fruehstuecksraum, komplettes Rauchverbot und jeder Scheiss kostet extra (Internet 1 Pfund/Stunde, Handtuch 2 Pfund, Shampoo 2.50 Pfund, etc). Aber das war alles nicht so wichtig, schliesslich musste ich da ja nur schlafen.

Langsam ist der Abend naeher gerueckt und damit der eigentliche Grund, warum ich ueberhaupt in London war. Mit der Tube ging es direkt in den Stadtteil Brixton zur Windmill. Dort angekommen bin ich erstmal direkt auf eine kleine Gruppe Deutscher gestossen. Wir haben vor dem Windmill bei Sonnenschein auf Baenken rumgesessen und auf den Einlass gewartet (die Zeitangabe im Internet war falsch). Ich habe dort dann Tean(?) und Pina kennengelernt mit denen ich spaeter das komplette Konzert verbracht habe. Es war ganz witzig, wir sassen da rum, haben ein bischen geschwaetzt, die Mutigen haben asiatisch gegessen, bis auf einmal Peter von den Sportfreunden sich zu uns setzt, sich schuechtern vorstellt “Hallo, ich bin der Peter”, jedem die Hand schuettelt, den Hardcore Groupies Begruessungskueschen verpasst und locker mit uns ueber die London Tour plaudert. Sehr sauber.

Irgendwann ging das Konzert endlich mal los und wir durften den Schuhkarton betreten. Es war aehnlich klein wie im Cookys in Frankfurt, allerdings waren deutlich weniger Leute da. Ich bin schlecht im Schaetzen, aber mehr als 60 werden es kaum gewesen sein. Eine sehr angenehme familiaere Atmosphaere. Es wurde uebrigens durchgezaehlt, es waren immerhin 3 Briten dabei :)

Das Konzert wurde durch Monta mit eher ruhiger Musik eroeffnet. Es war ganz nett, aber ein wenig zu ruhig fuer meinen Geschmack. Ich schau trotzdem mal, ob ich ein Album auftreiben kann. Anschliessend haben Cosmic Casino die Menge mit ihrer knueppeligen Musik vorgeheizt. Es waren ein paar starke Lieder dabei und der Bruder bleibt unvergessen. Wer in dem kleinen Schuppen kein Ohropax dabei hatte, wird die naechsten Tage sicherlich groessere Probleme bekommen.

Die Sportfreunde haben zur Eroeffnung (so wie in Losheim) die Knabenchor Version abgespielt, haben dann jedoch ihren Einsatz verpasst. LOL. Das Programm wurde wieder durch den unveroeffentlichtem Titel “Die Macht” (?) angereichert und wir durften das neue WM 2006 Lied hoeren. Ansonsten kann man nicht viel erzaehlen, die Stimmung war wiedermal genial, die Menge ging sehr gut ab, es wurde kraeftig gerockt und der Fluessigkeitsverlust war enorm. Ein saustarker Abend.

Der Rueckflug war uebrigens ein wenig holpriger und mein Sitznachbar scheint sich dabei nicht sonderlich wohl gefuehlt zu haben. Er hat durchgehend krampfhaft geradeaus auf den Sitz geschaut und Alkohol in sich reingepumpt. Vermutlich Flugangst. Der wackelige Flug wurde am Ende auch noch durch eine harte Landung abgerundet. Naja, nachdem ich dann 120km spaeter fuer laengere Zeit im Stau gestanden habe (Unfall mit Teilsperrung auf der A3) konnte ich zuhause endlich in mein Bett fallen.

Auch wenn London eher langweilig war, das Konzert war mal wieder ein Hammer. Der Spass hat mich ungefaehr 250.- gekostet, aber es hat sich definitiv gelohnt und ich wuerde es jederzeit wieder machen!

Das nuetzlichste, das ich in London dabei hatte war Andis MP3 Player. Danke fuers Ausleihen!

Ein Tag am See

Frank und ich haben am Samstag beim Tag am See in der Menge gebadet. Bei Kettcar, Sportfreunde Stiller und Fanta4 wurde kraeftig geschwitzt, gesprungen und lautstark mitgesungen. Grossartig! Die Daheimgebliebenen haben definitiv was verpasst!

PS: Wer kommt mit auf die Sportfreunde Konzerte in London (14./15.9.) ?

Zweifach Absicherung reicht nicht

Unser kuscheliger Stadtteil wird von 2 unterschiedlichen Staedten mit Strom versorgt. Die Doppelanbindung hat allerdings heute trotzdem nix genuetzt. Es gab einen fetten Stromausfall im gesamten Stadtgebiet. Ja richtig, kein Internet, kein Fernsehen, kein Festnetztelefon, kein Licht – alles einfach tot.

Strom ist fuer mich eigentlich etwas selbstverstaendliches das permanent verfuegbar ist. Sehr ungewoehnlich. Aber die Jungs von der EVO waren flott und haben den Trafoschaden(?) innerhalb von ner Stunde gefixed. Mal schauen ob hier in 9 Monaten deutlich mehr Kinder geboren werden ;)

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